Zum Inhalt springen

Glossar

No-Show

Ein No-Show ist ein fest vereinbarter Termin, zu dem der Kunde ohne vorherige Absage nicht erscheint. Eine rechtzeitige Absage oder eine Verschiebung ist kein No-Show.

Einordnung

Was dahintersteckt

Das Wort kommt aus der Luftfahrt und der Hotellerie, wo gebuchte, aber nicht angetretene Leistungen seit Jahrzehnten getrennt erfasst werden. In der Beratung ist der Schaden derselbe: Die Zeit war reserviert und lässt sich nachträglich nicht mehr verkaufen. Anders als im Hotel lässt sich der Platz auch nicht kurzfristig neu vergeben, weil ein Kalender Wochen im Voraus steht.

Drei Fälle landen oft im selben Topf. Die Absage kommt vorher und gibt dir die Zeit zurück. Die Verschiebung hält den Vorgang am Leben und kostet nur Zeit. Der No-Show ist der Fall ganz ohne Nachricht. Nur der dritte gehört in die No-Show-Quote, sonst misst du Terminhygiene statt Verbindlichkeit. Wer die drei Fälle vermischt, erhält am Ende eine Zahl, aus der keine Maßnahme folgt.

Ein No-Show wird meist als Unhöflichkeit gelesen. Häufiger ist er ein Zeichen für eine schwache Vereinbarung: unklarer Anlass, zu langer Vorlauf, ein Termin, den jemand anders gesetzt hat. Erinnerungen helfen gegen das Vergessen, nicht gegen ein fehlendes Motiv. Wer die Ursache trennen will, führt die Quote getrennt nach Terminherkunft und nach Vorlaufzeit.

Zuletzt geprüft am 09. September 2026.

In der Praxis

Was du damit zu tun hast

  • Erfasse Absage, Verschiebung und No-Show als drei verschiedene Ergebnisse.
  • Halte den Vorlauf kurz und schreibe den Anlass in den Termin hinein.
  • Werte die Quote nach Herkunft aus: selbst gebuchter Termin, vereinbarter Rückruf, Kaltkontakt.
  • Frag nach einem No-Show einmal freundlich nach – die Antwort sagt mehr als die Quote.

Begriffe klären ist das eine.

Bestandsgold macht daraus einen Ablauf: Es schlägt dir täglich die Kunden vor, bei denen die Frage gerade passt.