Zum Inhalt springen

Glossar

Double-Opt-in

Double-Opt-in ist ein zweistufiges Verfahren, mit dem eine Einwilligung eingeholt und zugleich nachgewiesen wird: Wer sich einträgt, bekommt eine Nachricht mit Bestätigungslink, und erst der Klick auf diesen Link macht die Einwilligung wirksam.

Einordnung

Was dahintersteckt

Das Verfahren stammt aus dem E-Mail-Marketing. Anmeldeformulare stehen offen im Netz, jeder kann dort eine fremde Adresse eintragen. Der zweite Schritt löst genau das: Die Bestätigung geht an den Anschluss, um dessen Einwilligung es geht. Wer nicht klickt, landet in keinem Verteiler.

Beim Single-Opt-in genügt das Absenden des Formulars. Die Erklärung kann wirksam sein, beweisen kannst du sie nicht: Niemand belegt, wer getippt hat. Das Confirmed-Opt-in verschickt zwar eine Bestätigung, verlangt aber keine Antwort. Nur beim Double-Opt-in hängt die Wirksamkeit an einer Handlung des Adressaten selbst.

Im Gesetz steht der Begriff nirgends. § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG verlangt für Werbung per E-Mail, SMS oder Messenger eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, Art. 7 Abs. 1 DSGVO verlangt, dass du sie nachweisen kannst. Das Double-Opt-in ist der übliche Weg, beides zu erfüllen. Es ist ein Nachweisverfahren, keine eigene Rechtsgrundlage.

Das teuerste Missverständnis betrifft das Telefon. Eine Nummer, die über ein Formular eingetragen und per E-Mail bestätigt wurde, belegt nur den E-Mail-Anschluss, nicht den Inhaber der Nummer. Für den Werbeanruf beim Verbraucher verlangt § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG dessen eigene ausdrückliche Einwilligung, § 7a UWG zusätzlich deren Dokumentation. Ob dein Verfahren dafür reicht, prüft ein Anwalt.

Zuletzt geprüft am 09. September 2026.

In der Praxis

Was du damit zu tun hast

  • Speichere zu jeder Bestätigung den Zeitpunkt, den Wortlaut und den technischen Nachweis des Klicks. Ohne diese drei Angaben ist das Verfahren wertlos.
  • Halte die Bestätigungsnachricht werbefrei. Wer sie mit einem Angebot füllt, begeht den Verstoß, den er verhindern will.
  • Lösche unbestätigte Datensätze nach einer festen Frist, statt sie für später aufzuheben.
  • Nutze denselben Mechanismus für Rückrufwünsche: Wer angerufen werden möchte, bestätigt das im zweiten Schritt selbst.

Begriffe klären ist das eine.

Bestandsgold macht daraus einen Ablauf: Es schlägt dir täglich die Kunden vor, bei denen die Frage gerade passt.