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Glossar

Double-Opt-in: Bedeutung und Ablauf

Kurz erklärt

Double-Opt-in ist ein zweistufiges Verfahren, mit dem eine Einwilligung eingeholt und zugleich nachgewiesen wird. Wer sich einträgt, bekommt eine Nachricht mit Bestätigungslink. Erst der Klick auf diesen Link macht die Einwilligung wirksam.1

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Was du damit zu tun hast

  • Speichere zu jeder Bestätigung den Zeitpunkt, den Wortlaut und den technischen Nachweis des Klicks. Ohne diese drei Angaben ist das Verfahren wertlos.
  • Halte die Bestätigungsnachricht werbefrei. Wer sie mit einem Angebot füllt, begeht den Verstoß, den er verhindern will.
  • Lösche unbestätigte Datensätze nach einer festen Frist, statt sie für später aufzuheben.
  • Nutze denselben Mechanismus für Rückrufwünsche: Wer angerufen werden möchte, bestätigt das im zweiten Schritt selbst.

Hintergrund

Das Verfahren stammt aus dem E-Mail-Marketing. Anmeldeformulare stehen offen im Netz, jeder kann dort eine fremde Adresse eintragen. Der zweite Schritt löst genau das: Die Bestätigung geht an den Anschluss, um dessen Einwilligung es geht. Wer nicht klickt, landet in keinem Verteiler.

Beim Single-Opt-in genügt das Absenden des Formulars. Die Erklärung kann wirksam sein, beweisen kannst du sie nicht: Niemand belegt, wer getippt hat. Das Confirmed-Opt-in verschickt zwar eine Bestätigung, verlangt aber keine Antwort. Nur beim Double-Opt-in hängt die Wirksamkeit an einer Handlung des Adressaten selbst.

Im Gesetz steht der Begriff nirgends. § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG verlangt für Werbung per E-Mail, SMS oder Messenger eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Art. 7 Abs. 1 DSGVO verlangt, dass du sie nachweisen kannst. Das Double-Opt-in ist der übliche Weg, beides zu erfüllen. Es ist ein Nachweisverfahren, keine eigene Rechtsgrundlage.

Das teuerste Missverständnis betrifft das Telefon. Eine Nummer, die über ein Formular eingetragen und per E-Mail bestätigt wurde, belegt nur den E-Mail-Anschluss. Über den Inhaber der Nummer sagt sie nichts. Für den Werbeanruf beim Verbraucher verlangt § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG dessen eigene ausdrückliche Einwilligung, § 7a UWG zusätzlich deren Dokumentation.

Fundstellen

Die Gesetzestexte stehen beim Bundesministerium der Justiz, die Artikel der Datenschutz-Grundverordnung bei dsgvo-gesetz.de.

  1. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Für deinen Einzelfall frag deinen Anwalt. ↩

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