Zum Inhalt springen

Ablauf und Timing

Was ist eine warme Empfehlung?

Kurz beantwortet

Eine warme Empfehlung ist ein Kontakt, mit dem dein Kunde vorher gesprochen hat. Die Person weiß, wer du bist, und meldet sich selbst bei dir. Eine bloß weitergegebene Telefonnummer ist das Gegenteil.1

Bestandsgold · Zuletzt geprüft am

Die längere Antwort

Warm beschreibt, wie jemand bei dir landet. Bei einer warmen Empfehlung hat dein Kunde vorher mit der Person gesprochen: Er hat gesagt, dass er zufrieden ist, wobei du ihm konkret geholfen hast, und gefragt, ob er den Kontakt herstellen darf. Die Person weiß also schon vor dem ersten Wort mit dir, wer du bist und warum sie sich meldet. Genau das macht das Erstgespräch zu einem anderen Gespräch.

Die kalte Variante sieht harmlos aus und ist das Problem: Der Kunde gibt dir eine Nummer, du rufst an. Der Angerufene hat nie zugestimmt. Ein Werbeanruf bei einem Verbraucher ohne dessen vorherige ausdrückliche Einwilligung verstößt gegen § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG und kann nach § 20 UWG mit einem Bußgeld von bis zu 300.000 Euro geahndet werden. Die Einwilligung muss vom Angerufenen selbst kommen. Dein Kunde kann sie nicht für ihn erteilen, egal wie eng die beiden befreundet sind.

Daraus folgt die richtige Reihenfolge, und sie ist unbequem: Du bekommst keine Adresse, du bekommst eine Rückmeldung. Dein Kunde spricht mit der Person, die Person meldet sich bei dir. Das geht über ein Formular, eine Terminbuchung oder einen Rückrufwunsch, den sie selbst bestätigt. Erst dann existiert dieser Kontakt für dich. Ein Ablauf, bei dem dein Kunde den Link selbst über seinen eigenen Messenger verschickt, erzwingt genau diese Reihenfolge.

Der zweite Grund, warum warm besser funktioniert, ist inhaltlich. Dein Kunde nennt einen Anlass: Der Bruder baut, die Kollegin wechselt den Job, die Eltern sortieren die Vorsorge. Damit kommen mit dem Namen ein Thema und ein Zeitpunkt. Ein Erstgespräch, das mit einem konkreten Anlass startet, braucht keine Aufwärmphase und keine Bedarfsweckung. Deshalb ist die Frage nach dem Anlass wichtiger als die Frage nach der Anzahl. Drei Namen ohne Anlass sind weniger wert als einer mit.

  • Die Person meldet sich selbst bei dir, du musst sie nicht suchen.
  • Sie kennt deinen Namen und weiß, über wen sie kommt.
  • Sie nennt von sich aus einen Anlass und nicht nur „mal informieren“.
  • Dein Kunde hat dir gesagt, dass er bereits gesprochen hat. Dass er es vorhat, reicht nicht.

Worauf sich das stützt

§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG (Telefonwerbung nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung des Verbrauchers), § 20 UWG (Bußgeld bis 300.000 Euro) und Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung als Rechtsgrundlage).

Fundstellen

Die Gesetzestexte stehen beim Bundesministerium der Justiz, die Artikel der Datenschutz-Grundverordnung bei dsgvo-gesetz.de.

  1. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Für deinen Einzelfall frag deinen Anwalt. ↩

Den richtigen Moment zeigt dir Bestandsgold

Bestandsgold schlägt dir Kunden mit passendem Anlass vor und bereitet die Anfrage vor. Du gibst jede Anfrage frei, bevor sie rausgeht.

Wir melden uns persönlich bei dir. Alle Kosten siehst du vorab.