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Daten und DSGVO

Was ist ein Double-Opt-in?

Kurz beantwortet

Ein Double-Opt-in ist ein Verfahren in zwei Schritten. Jemand trägt seine Adresse oder Nummer ein und klickt danach einen Bestätigungslink an. Erst dieser zweite Schritt macht die Einwilligung nachweisbar.1

Ausführlich: Double-Opt-in im Glossar

Bestandsgold · Zuletzt geprüft am

Die längere Antwort

Im Gesetz steht das Wort Double-Opt-in nicht. Was dort steht, ist die Beweislast. § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG verlangt eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, und Art. 7 Abs. 1 DSGVO verlangt, dass du sie nachweisen kannst. Beim einfachen Opt-in fehlt genau dieser Nachweis: Jeder kann eine fremde Adresse in ein Formular tippen, aus Versehen oder aus Bosheit, und du merkst es erst, wenn die Abmahnung im Briefkasten liegt.

Der Ablauf hat vier Schritte, und der dritte entscheidet. Jemand trägt sich ein. Du schickst eine Nachricht mit einem persönlichen Bestätigungslink. Er klickt. Erst danach steht sein Eintrag als bestätigt in deiner Liste. Wer nicht klickt, bleibt unbestätigt. Sein Eintrag wird nach kurzer Frist gelöscht und nicht später noch einmal angeschrieben.

In die Bestätigungsnachricht gehört nichts außer der Bestätigung. Wer dort schon Angebote unterbringt, macht aus dieser Mail selbst eine Werbenachricht, für die noch gar keine Einwilligung vorliegt. Schreib stattdessen, wer sich meldet, worum es geht, für welchen Kanal die Einwilligung gilt und wie man sie wieder loswird. Ein Absatz, ein Link, fertig.

Protokolliert wird mehr als ein Häkchen: Zeitpunkt der Anmeldung, Zeitpunkt der Bestätigung, der genaue Text, dem zugestimmt wurde, und der Kanal. Bewahre das auf, solange du die Einwilligung nutzt. Bei Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern schreibt § 7a UWG die Dokumentation sogar ausdrücklich vor, samt Aufbewahrung fünf Jahre ab der letzten Verwendung.

Im Empfehlungsgeschäft ist das der Punkt, an dem ein Empfohlener sicher bei dir ankommt. Er wünscht einen Rückruf und bestätigt ihn selbst in einem zweiten Schritt. Damit stammt das Ja von der Person, die du anrufen willst. Bei einer Empfehlung per Zuruf fehlt genau dieses Ja.

  • In die Bestätigungsnachricht gehört, wer sich meldet: Name, Firma, eine erreichbare Adresse.
  • Worauf sich die Einwilligung bezieht, in einem Satz und ohne Sammelbegriff.
  • Für welchen Kanal sie gilt, und nur für diesen einen.
  • Wie oft ungefähr Nachrichten kommen.
  • Wie der Widerruf geht: ein Link oder eine Adresse.

Worauf sich das stützt

§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG (ausdrückliche Einwilligung für elektronische Post), Art. 7 Abs. 1 DSGVO (Nachweispflicht des Verantwortlichen) und § 7a UWG (Dokumentation sowie fünf Jahre Aufbewahrung bei Telefonwerbung).

Fundstellen

Die Gesetzestexte stehen beim Bundesministerium der Justiz, die Artikel der Datenschutz-Grundverordnung bei dsgvo-gesetz.de.

  1. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Für deinen Einzelfall frag deinen Anwalt. ↩

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